
Netz-Gronau.de war das erste Internetportal, dass bereits 1996 inoffiziell Veranstaltungen der Stadt Gronau und eine Handvoll Gronauer Unternehmen im Internet mit einer eigenen Homepage vertrat.
Originaltext der Homepage von 1996:
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"Wer ist netz-gronau.de ?
netz-gronau.de ist eine Initiative Gronauer und Eper Firmen die, nicht ganz uneigennützig, auf der Suche nach bezahlbaren Lösungen für die Präsenz im Internet waren. Hierbei wurden Wege entdeckt, die es ermöglichen, gewerbliche Angebote zu einem Bruchteil der bisherigen Kosten im Internet zu präsentieren. Starkes persönliches Engagement aller Beteiligten und die Praxiserfahrung des Gronauer Systemhauses H & R Netzwerk GmbH, haben zu einem Erfolg geführt, der nunmehr durch die Gründung einer Firma eine professionelle Basis bekommt.
netz-gronau.de hat sich bewußt auf die Internetpräsentation Gronauer- und Eper Firmen spezialisiert. Das Internet ist zu groß, um es zu überschauen. Keiner Firma nützt es, sich auf einem Server zu präsentieren, den niemand kennt.
Ein großer Vorteil des Internets ist die weltweite Verfügbarkeit aller Daten. Deshalb sind sowohl netz-gronau.de als auch deren Kunden bei den bedeutendsten Internet-Suchmaschinen angemeldet.
Die regionale Bedeutung des Internet darf nicht unterschätzt werden und sie wird noch weiter rasant anwachsen.
netz-gronau.de hat es sich zum Ziel gesetzt, unter der Internet-Adresse
http://www.netz-gronau.de
ein Angebot zu schaffen, das in der Lage ist allen an Gronau und Epe Interessierten, ausführliche Informationen über Branchen, Kultur, Stadt und Umgebung zu bieten. Herauszustellen ist hier besonders das Gronauer Jazzfest. Hier findet man ein umfangreiches Informationsangebot, das seinesgleichen sucht.
Darüber hinaus bietet netz-gronau.de ortsansässigen Unternehmen die Möglichkeit sich professionell und kostengünstig im Internet darzustellen. Sei es durch Angebote, Unternehmensprofile oder durch einfache Anwesenheit entsprechend Ihrer "Corporate Identity".
Mit netz-gronau.de hält das Internet Einzug in Gronau und Epe und damit auch alle Vorteile, die damit verbunden sind."
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Sicher ist auch heute (2008) noch einiges aktuell und hat sich aus der Sicht von 1996 bewahrheitet.
Die H & R Netzwerk GmbH entwarf unter anderem für Theo Eimann die erste Internet Präsentation für das Jazzfest Gronau 1997 und das Jazzfest Gronau 1998.
Natürlich kostenlos um den Erfolg des Jazzfest Gronau weiter zu fördern.
Als der Erfolg des Gronauer Jazzfestes dann irgendwann fest stand, durfte die Online Präsenz ruhig eine Stange Geld kosten. Davon profitierten dann allerdings andere Unternehmen...
Irgendwas hatten wir wieder falsch gemacht.
Text der Homepage Jazzfest Gronau 1998:
Theodor Eimann
Manni hatte als erster die Idee. Manni, das ist Manfred Haupt, Gronauer Kaufmann und Jazz-Fan. Und daß ein solches Projekt nicht"solo" zu machen war, das hatte er schnell raus. Otto Lohle, Elmar Hoff und Theo Eimann wurden eingeweiht, und nach einigen Vorgesprächen gab's dann als logische Konsequenz ein Team, den "Arbeitskreis Jazz-Fest". Manfred Haupt zeichnete als Produzent, Theo Eimann wurde künstlerischer Leiter und so verantwortlich für die Zusammenstellung des Programms. Otto Lohle wurde Sprecher des AK JazzFest und Verantwortlicher für die gesamte Öffentlichkeitsarbeit. Bei Elmar Hoff, der die Organisation übernahm, liefen dann alle Fäden zusammen.
Bis dann im Januar auf der ersten Pressekonferenz in der "Jazz-Fabrik" das Programm vorgestellt werden konnte, gab es "zig" Besprechungen des Teams. Und so sollte es auch bis zum Beginn des "Jazz-Festes" weitergehen, denn nun mußte auch daran gedacht werden, die Auftrittsmöglichkeiten zu schaffen. Die Jazz-Fabrik mußte hergerichtet werden, und da sind vor allem Heinz Blömers und Helmut Schüring vom Sozialamt der Stadt Gronau zu nennen, die ein wahres Kunststück vollbracht haben, um aus einer total demolierten und verschmutzten Halle einen "Konzert-Saal" herzurichten.
Otto Lohle schrieb sich in dieser Zeit die Finger wund, versorgte ganz NordrheinWestfalen und die Niederlande mit Programm-Infos und überzog das gleiche Gebiet mit einer "Plakat-Welle", die zum ersten Jazz-Fest einladen sollte. Funk, Fernsehen und Presse wurden kontaktiert, und alle Medien waren dann auch sehr hilfreich. Der WDR machte Fernsehaufnahmen, und Radio Oost aus den Niederlanden machte Hörfunk-Aufnahmen vom Jazz-Fest.
Organisator Elmar Hoff hatte den größten Streß zu bewältigen. Das Besorgen von: Klavieren, Klavierstimmern, Podien, P.A.-Systems, Stromanschlüssen, Möbeln für die Künstlergarderoben, Parkplätzen, der gesamten Verkehrslogistik, Gastronomie, Feuerwehr, THW, Polizei, Ordnungspersonal und, und, und. Dagegen hatte Theo Eimann den leichtesten Job im Team. Ein paar Bands anrufen: "Wollt ihr beim Jazz-Fest Gronau spielen?". Alle wollten!
Von Anfang an war geplant, zum dreitägigen Jazz-Fest vorab ein kulturelles Rahmenprogramm anzubieten. In Zusammenarbeit mit der Euregio-Volkshochschule und der Stadtbücherei gab es einen Vortrag über die Geschichte
des Jazz von Hans-Otto Kaufmann aus Ochtrup, Kunstausstellungen mit Gemälden und Objekten von Karin John, Gronau, Vera Kusber, Gronau üetzt Niederlande) und Michael Schilp aus Hemer. Die Ausstellungen wurden von Hanspeter Dickel mit Einführungen in das Schaffen der Künstler eröffnet.
Bewußt ging das Arbeitskreis-Jazz-Fest-Team kein Risiko ein und ließ zeitgenössischen Jazz außen vor, voll auf Sicherheit mit Dixieland Blues und Swing.
Am Freitag, dem 28. April 1989, ging's dann los. Und was dann alles so lief und wie es lief, das war für die Organisatoren der schönste Lohn. Ein sagenhaftes, begeistert mitgehendes Publikum, das schon beim "Jazz in der Kneipe" (in sieben Gronauer Kneipen lief Live-Jazz vom Feinsten) enorm mitging. Im "Bosporus" und im "Café Orient" saßen, standen und drängten sich Gronauer und Auswärtige mit unseren türkischen Mitbürgern, um auch ja keine" BIue Notes" zu verpassen. Im "Pub", "Stadtschreiber", in der "Kuhle", im "Lampi" und bei "Determann" war die Stimmung nicht anders. Und im Jugendzentrum "Luise" rockte und blueste "Timeless" rockig-bluesiges aus den 60er und 70er Jahren.
Am Samstag gab's von 10.00 - 18.00 Uhr "Jazz in der City". 15 Jazzbands spielten bei sonnigem "Königinnen"-Wetter open-air für Tausende von Besucher Von den 34 Gruppen, die während drei Tage spielten, kam die Hälfte aus den benachbarten Niederlanden. Auch unter den Besuchern des Jazz-Festes ’89 waren viele Niederländer.
Abends dann in der Jazz-Fabrik die erste Jazz-Gala. Bürgermeister Jäkel begrüßte die 3.500 Besucher, und die Dutch Swing College Band eröffnete den Abend, gefolgt von der Rotterdamer Harbour Jazzband. Auch bei dieser Gala war das Publikum wieder allererste "Sahne" und als dann nach Mitternacht Lillian Boutté and her Musicfriends auf die Bühne kamen, mit Fats Domino's Schlagzeuger Smokey Johnson, da staunte selbst Thomas L’Etienne, der die Musicfriends leitet, und meinte: "Solch eine Stimmung, zu dieser Nachtzeit (es war kurz nach drei Uhr), das gibt's nicht mal in Hamburg." Als dann noch Lillians Bruder John hinzukam, gab's kein Halten mehr. Um halbfünf morgens tanzten noch ein paar hundert Menschen auf der Bahnhofstraße.
Diese erste Jazz-Gala hat Standards gesetzt. Sonntagmorgen standen die ersten Besucher schon um zehn Uhr vor der Tür. Und um elf Uhr begann der Jazz Frühschoppen, ging über in ein Kaffekonzert, und um 20 Uhr betraten Acker Bilk and his Paramount Jazzband die Bühne und heizte den 2.500 Besuchern noch mal richtig ein und kam auch nicht ohne Zugaben davon. Vor und nach Mr. Acker Bilk spielten die Hapyp Jazz Society, Hot Dogs, Hodge Podge Stompers und die Salt City Stompes aus den Niederlanden, die, wie versprochen, um drei Uhr nachts das Licht aus machten; drei swingende Tage waren zu Ende.
War nun alles nur gut gewesen? Eigentlich schon. Natürlich gab's was auszusetzen: die Belüftung war nicht gut, die sanitären Anlagen unpraktisch, die Akustik hätte auch besser sein können, der Eingang zur Jazzfabrik war zu eng, aber das alles tat der Begeisterung des Publikums keinen Abbruch. Nochmals: Das Publikum war vom Allerfeinsten!
Wie war das denn nun alles finanziell möglich? "Kultur-Sponsoring" nennt man das heute. Dank einiger Gronau und überregionaler Firmen kamen 85% der Kosten zusammen. 15 % der Gesamtkosten konnten durch öffentlich Zuschüsse gedeckt werden. Martin Borck schrieb in den "WN" nach dem Jazz-Fest: "Das umstrittene Kultur-Sponsoring ist in Gronau in ein positives Licht gerückt worden. Das Experiment ist geglückt, in Gronau ist die Basis für ein neues Image gelegt. Die Stadt, die noch stets mit den Auswirkungen der Textilkrise zu kämpfen hat, mausert sich zunehmend zu einem Ort mit einer ausgesprochenen musischen Reputation. Und das kann ihr nur guttun. Denn das kulturelle
Leben prägt das Gesicht einer Stadt."
Ende 1989 wählten die Leser der "Westfälischen Nachrichten" das Jazz-Fest Gronau zum "Ereignis des Jahres"
Erstes Gronauer Jazzfest 1989 wurde das "Ereignis des Jahres"